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Geschichte des Keukenhofs | Die königliche Blüte des 'Küchengartens'

Der Keukenhof ist der berühmteste Frühlingsgarten der Welt und erstreckt sich über 79 Hektar voller lebendiger Blumen. Er ist fast 10 Mal so groß wie der St. James's Park in London. Obwohl er sich wie ein zeitloses Wunderland anfühlt, war der Keukenhof ursprünglich ein bescheidener Kräutergarten für die Küche einer Gräfin aus dem 15. Doch das Beste kommt erst noch: Sie können 500 Jahre Erbe und 7 Millionen Blüten entdecken, ohne einen grünen Daumen zu brauchen!

Über Keukenhof

Zeitleiste Keukenhof

    1. Jahrhundert:
    Der 'Küchengarten' wird geboren
    Gräfin Jacoba van Beieren erntet Kräuter und Wild aus dem Landgut für die Küche von Schloss Teylingen.
  • 1641: Bau des Schlosses Keukenhof
    Adriaen Maertensz Block, ein Kapitän der Niederländischen Ostindien-Kompanie, baute das Herrenhaus , das heute noch steht.
  • 1857: Das Zocher-Design
    Der berühmte Landschaftsarchitekt Jan David Zocher und sein Sohn Louis Paul gestalteten die Gärten im klassischen englischen Landschaftsstil um.
  • 1949: Das visionäre Treffen
    Eine Gruppe von 20 führenden Blumenzwiebelzüchtern und der Bürgermeister von Lisse schlagen eine Freiluftausstellung vor, um den niederländischen Blumenhandel zu präsentieren.
  • 1950: Keukenhof öffnet für die Öffentlichkeit
    Der Park wird offiziell eröffnet und zieht bereits in seiner ersten Saison über 236.000 Besucher an.
  • 1957: Die Ankunft des Windrads
    Eine Windmühle aus dem 19. Jahrhundert aus Groningen wird von der Holland America Line gestiftet und wird zu einem ikonischen Wahrzeichen.
  • 1974: Der Juliana-Pavillon
    Königin Juliana weiht einen neuen Pavillon ein und festigt damit die langjährige Verbindung zwischen dem niederländischen Königshaus und dem Park.
  • 2024: Der 75. Jahrestag
    Der Keukenhof feiert ein Dreivierteljahrhundert als globales Phänomen und 'lebender Katalog' für die Blumenzwiebelindustrie.

Die Geschichte des Keukenhofs erklärt

Die Grafschaft der Gräfin (15. Jahrhundert)

Die frühe Geschichte des Keukenhofs hat ihre Wurzeln in den 'Keukenduyn' (Küchendünen). Gräfin Jacoba van Beieren nutzte dieses unkultivierte Land für die Jagd und das Sammeln von Kräutern für die Küche des Schlosses Teylingen. Dieser praktische Ursprung gab dem Park seinen Namen: Keukenhof bedeutet wörtlich übersetzt 'Küchengarten'.

Die architektonische Wende (1857)

Im 19. Jahrhundert veränderten der Baron und die Baronin Van Pallandt die Ästhetik des Anwesens. Sie beauftragten die Zocher-Architekten (dieselben Köpfe, die auch für den Amsterdamer Vondelpark verantwortlich sind) mit der Umsetzung des englischen Landschaftsstils. Ihre verschlungenen Wege und malerischen Wasserspiele bilden auch heute noch das strukturelle Fundament des Parks.

Die Geburt des Frühlingsparks (1949-1950)

Der moderne Keukenhof wurde aus wirtschaftlicher Notwendigkeit heraus geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg brauchten die niederländischen Blumenzwiebelexporteure eine Möglichkeit, ihre Produkte der Welt zu präsentieren. Indem sie das historische Anwesen in einen 'lebenden Katalog' verwandelten, schufen sie eine permanente Frühlingsausstellung, die die Industrie rettete und zu einer weltweiten Tourismusikone wurde.

Bau und Architektur des Keukenhofs

Während die Blumen jedes Jahr wechseln, ist die Architektur des Keukenhofs ein ständiges Wunderwerk. Das 1641 erbaute Schloss Keukenhof spiegelt mit seinem klassischen Herrenhausstil und den neugotischen Türmen aus dem 19. Jahrhundert den Reichtum des Goldenen Zeitalters der Niederlande wider. Die Gestaltung des Parks folgt dem englischen Landschaftsstil, der sich durch 'versteckte' Ausblicke, organische Wasserlinien und kuratierte Ausblicke auszeichnet, die das 32 Hektar große Gelände wie einen endlosen natürlichen Wald erscheinen lassen.

Keukenhof heute - Warum es wichtig ist

Heute ist der Keukenhof ein internationales Schaufenster für den niederländischen Blumenzuchtsektor, an dem über 100 königliche Lieferanten beteiligt sind, die jährlich 7 Millionen Blumenzwiebeln liefern. Sie ist nach wie vor ein wichtiges Symbol der niederländischen Identität und weltweit führend in der Innovation im Gartenbau. Jenseits der Tulpen können Besucher 15 Kilometer Wanderwege, historische denkmalgeschützte Gebäude und die ikonische Windmühle von 1892 erkunden, die einen Panoramablick auf die umliegenden Zwiebelfelder bietet.

Häufig gestellte Fragen zur Geschichte des Keukenhofs

Der Park öffnete 1950 offiziell seine Pforten, nachdem die Blumenzwiebelzüchter und der Bürgermeister von Lisse 1949 eine erfolgreiche Ausstellung vorgeschlagen hatten.